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Firmwareupdate – Umstellung auf L2TP

Am heutigen Sonntag haben die fleißigen Admins vom Freifunk Niersufer ein Firmwareupdate veröffentlicht, welches innerhalb weniger Stunden von allen Freifunk Routern heruntergeladen und installiert wurde,  die die standardmäßig aktivierte Auto-Update-Funktion eingeschaltet haben.

In Schwalmtal sind dies bis auf wenige Geräte, welche beta oder experimentelle Firmware-Versionen einsetzen, alle laufenden Freifunk Router.

Nach dem Update verwenden die Router das Layer 2 Tunneling Protocol (L2TP), um sich mit den Servern (die sogenannten Supernodes) zu verbinden. Der Einsatz von L2TP entlastet sowohl die Router selber als auch die Supernodes und führt dazu, dass die zur Verfügung stehende Bandbreite effektiver genutzt wird.

Im Gegensatz zu „fastd“ findet bei L2TP keine Verschlüsselung der Daten zwischen Freifunk-Router und Freifunk-Server mehr statt. Da dies nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Weges einer Verbindung ausmacht, spielt der Wegfall der Verschlüsselung an dieser Stelle für die Sicherheit der Nutzer keine Rolle.

Mehr Details zu den Unterschieden zwischen L2TP und „fastd“ sind im Artikel Neuer Tunnel: L2TP statt FastD bei Freifunk Niersufer zu finden.

Funkregulierung & Missverständnisse

Gestern gab es, wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, in der IT-Szene und in der Freifunk-Community im Besonderen ein wenig Aufregung über einen auf heise.de veröffentlichten Bericht unter dem Titel „Funkregulierung: TP-Link muss WLAN-Firmware sperren„. Dort war zu lesen, dass der Hersteller TP-Link es in Zukunft verhindern werde, dass man die auf den Geräten laufende Software, die sogenannte Firmware, austauschen kann.

Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, entspricht das nicht ganz der Wahrheit. Auf Nachfrage erhielten wir heute folgende Antwort vom TP-Link Support:

Als Reaktion auf die neue Funkregulierung der EU und von Nordamerika bringt TP-LINK Produkte mit länderspezifischer Firmware auf den Markt. Die länderspezifische Firmware ist gesetzeskonform mit den jeweils vorherrschenden Funkrichtlinien. So sind bei der Firmware für den deutschen Markt die hierzulande erlaubten Sendeleistungen und WLAN-Frequenzen ab sofort voreingestellt. Unsere Firmware-Versionen basieren weiterhin auf offenem Quellcode. Auch die Hardware bleibt unverändert. TP-LINK übernimmt keine Garantie für Geräte mit alternativer Firmware.

Dieses offizielle Statement ist auch auf der Facebok-Seite von TP-Link zu finden. Auch Heise hat inzwischen mit einem neuen Artikel “TP-Link: Neue offene Firmware für länderspezifische Router” auf das Statement reagiert.

Somit steht fest, dass sich etwas ändern wird. Dies wird aber nicht wie befürchtet dazu führen, dass man keine Anpassungen mehr an der Firmware vornehmen kann.

Da auch uns dazu in den letzten Tagen Fragen erreicht, haben möchten wir hier versuchen  einmal die Hintergründe in Form einer kurzen FAQ zu dem Thema erläutern.

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